Kooperationslabor Public Entrepreneurship 2026
Wie können Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft gemeinsam neue Lösungen entwickeln? Und was braucht es, damit aus unterschiedlichen Perspektiven innovative Ideen entstehen? Genau darum ging es beim Kooperationslabor Public Entrepreneurship 2026.
Vier Tage lang kamen Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen der Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung (FHVD), der TH Lübeck und der Universität zu Lübeck zusammen, um sich intensiv mit Innovation, Zusammenarbeit und unternehmerischem Denken im öffentlichen Sektor auseinanderzusetzen.
Dabei stand die aktive Mitarbeit im Mittelpunkt: In Workshops, Diskussionen, einem Planspiel und bei der Entwicklung eigener Pitches konnten die Studierenden neue Methoden direkt ausprobieren. Der hochschul- und fachübergreifende Austausch eröffnete dabei neue Blickwinkel und zeigte den Mehrwert interdisziplinärer Zusammenarbeit.
Ein Highlight für viele Teilnehmende war das Planspiel einer Bürgerschaftssitzung. In unterschiedlichen Rollen konnten die Studierenden erleben, wie verschiedene Interessen aufeinandertreffen, Zielkonflikte entstehen und Entscheidungen ausgehandelt werden. Damit bot das Planspiel die Gelegenheit, kommunale Entscheidungsprozesse aus einer neuen Perspektive zu betrachten.
Ein weiterer Höhepunkt war das Kamingespräch mit Stefan Dräger, Dr. Frank-Jürgen Weise und Dr. Sabrina Wehrend. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Innovation entstehen und Veränderung gelingen kann. Freiräume für neue Ideen, Offenheit und lebenslanges Lernen spielten dabei eine wichtige Rolle. Im direkten Austausch konnten die Studierenden und Mitglieder des ECDHL ihre Fragen einbringen und persönliche Einblicke gewinnen.
Auch weitere Programmpunkte wie die Arbeit mit dem Sensitivitätsmodell, Design Thinking, Impulse zu Open Source und Einblicke in Smart City fanden in den Rückmeldungen besondere Erwähnung.
Ein wichtiger Bestandteil der vier Tage war die Entwicklung eigener Pitches. In interdisziplinären Gruppen griffen die Studierenden Impulse des Kooperationslabors auf, entwickelten gemeinsam Ideen und brachten ihre verschiedenen fachlichen Sichtweisen ein. Dabei waren Teamarbeit, Kreativität und die Fähigkeit gefragt, komplexe Ideen verständlich auf den Punkt zu bringen.
So wurde der Ansatz des Kooperationslabors unmittelbar erlebbar: nicht nur über Innovation sprechen, sondern neue Formen der Zusammenarbeit selbst erproben.
Die positive Resonanz der Studierenden bestätigt das Konzept des Kooperationslabors. Besonders die Zusammenarbeit über Hochschul- und Fachgrenzen hinweg sowie die Verbindung von fachlichen Impulsen und praktischer Anwendung wurden als bereichernd erlebt.
Auch die beteiligten Hochschulen ziehen ein positives Fazit: Die Professorinnen und Professoren der FHVD, der TH Lübeck und der Universität zu Lübeck zeigten sich sehr zufrieden und möchten das Seminar im kommenden Jahr gerne erneut durchführen.
Ein positives Signal für die Fortsetzung des gemeinsamen Formats und die weitere hochschulübergreifende Zusammenarbeit.
Neben neuen Methoden und fachlichen Impulsen bleibt vor allem die Erfahrung, welchen Mehrwert unterschiedliche Blickwinkel für die Entwicklung gemeinsamer Ideen haben können.
Oder wie es der Teilnehmer Bennet Harländer rückblickend formulierte:
„Ich gehe sehr motiviert aus dieser Woche raus, habe mit vielen coolen Leuten aus verschiedensten Bereichen zusammenarbeiten können und habe gemerkt, wie mir das interdisziplinäre Arbeiten gefällt und welche Vorteile es bringen kann, auch mal über seinen eigenen Tellerrand zu gucken.“
Das Kooperationslabor Public Entrepreneurship 2026 hat damit gezeigt, was entstehen kann, wenn Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft miteinander ins Gespräch kommen und Studierende den Raum erhalten, zu diskutieren, Ideen zu entwickeln, Neues auszuprobieren und Verantwortung zu übernehmen.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Referentinnen und Referenten sowie allen weiteren Mitwirkenden, die sich die Zeit genommen haben, ihre Erfahrungen und ihr Wissen mit den Studierenden zu teilen und das Kooperationslabor mitzugestalten. Ebenso danken wir den Stadtwerken Lübeck und der Sparkasse zu Lübeck für ihre Unterstützung als Sponsoren.
Das Kooperationslabor Public Entrepreneurship ist Teil des Verbundprojekts HI Lübeck am Hanse Innovation Campus Lübeck (HIC). Das Projekt wird im Rahmen des BMFTR-Programms „Innovative Hochschule“ gefördert.
