Christopher Hoffmann, craft IT, Foto: craft IT

5 Fragen an Christopher Hoffmann

craft IT, eine Software-Entwicklungsfirma aus Lübeck, ist neues Mitglied beim EnergieCluster Digitales Lübeck. Wir freuen uns sehr und haben den Geschäftsführer zum Interview gebeten: Christopher Hoffmann verrät, wie seine Eltern den Stein ins Rollen brachten und warum Digitalisierung kein Selbstläufer ist.

Lieber Christopher, craft IT. Der Name ist sicher Programm. Was steckt dahinter?

Meine Eltern hatten einen Messdienst: die Jörg Hüner GmbH für Montagen unter anderem von Rauchwarnmeldern und Wasserzählern. 2019 stellte sich die Frage der Nachfolge im Unternehmen. Ich entschied mich, diesen Weg zu verfolgen. Aufgrund fehlender Digitalisierung entstand dabei die Idee zu cape. Meine Mutter sagte: „Mach es doch einfach und guck‘, wohin es führt.“ Das ist bei mir hängen geblieben: Craft IT steht frei übersetzt nicht nur für „Mach es doch einfach“, sondern auch für die Zielgruppen: Wer beim Kunden arbeitet, muss planen, wie er dort möglichst effizient hinkommt.

Und was bietet ihr konkret?

Wir bieten mit cape eine Software für die Planung vom Außendienst: sie kann von jedem Unternehmen genutzt werden, das für seine Arbeit zu einer Adresse fahren muss. Angefangen habe ich mit der Programmierung 2019. Zu dem Zeitpunkt hatte unsere Firma ihren Außendienst noch analog geplant, fehleranfällig und mit viel Papier. Wenn ich der Nachfolger sein wollte, dann mussten wir das irgendwie ändern. Etwas Passendes konnten wir nicht finden.

Die einzige Möglichkeit war daher, eine eigene Software zu entwickeln. Weil ich aus der IT komme, habe ich es schließlich selbst in die Hand genommen. Am Anfang gab es nur die automatische Tagesplanung, heute heißt das Programm cape: create, auto-plan, execute. Cape bietet als Tourenplanungs- und Serviceplattform alles, was man zum Abwickeln von Arbeitsaufträgen benötigt. Man erstellt Tagespläne für den Außendienst in nur wenigen Sekunden: maximale Anzahl Aufträge pro Arbeitstag bei kürzestmöglicher, gefahrener Strecke.

Euer Produkt läuft erfolgreich. Warum?

Wir kommen aus der Welt der Messdienste und konnten 2023, zusammen mit unserem Partner SK-Soft, cape auf der Branchenmesse HeiKo in Kassel präsentieren. Darauf folgte eine Präsentation auf dem hauseigenen Anwendertreffen unseres Partners vor 160 Leuten. Das hat den Stein ins Rollen gebracht: In den ersten Monaten dieses Jahres haben wir mehrere neue Kunden gewonnen. Wir sind erfolgreich, weil viele Branchen generell Nachholbedarfe bei der Digitalisierung haben.

Der Erfolg des Angebots ist sicher auch darin begründet, dass cape so schnell und unkompliziert läuft: Wir können z.B. den kompletten Arbeitsmonat eines Mitarbeiters in knapp fünf Minuten planen. Im Durchschnitt braucht ein Messdienst 109 Minuten, um einen Arbeitstag zu planen. Mit unserer Software machst du die Planung für einen Arbeitstag in durchschnittlich 12 Sekunden.

Ist also die Digitalisierung bei den Messdiensten ein Selbstläufer?

Dort und auch in anderen Branchen nicht. Du musst viele Leute nach wie vor noch überzeugen, dass solche Tools dir das Leben enorm erleichtern können. Es gibt auch Widerstand. Wir hören häufig: „Solange ich noch da bin, ändert sich nichts“. Aber wenn man dieses dicke Brett erst gebohrt hat und verstanden wurde, dass Software nicht einengt oder limitiert, dann überzeugt man die Leute. Das Schwierige ist nicht, eine Software auf die Beine zu stellen, sondern den Leuten beizubringen, dass Software dir die Arbeit bedeutend einfacher machen kann.

Ihr habt euch für eine Mitgliedschaft bei uns entschieden. Warum?

Das gesamte Unternehmen und unser Software-Angebot sind im Grunde entstanden, weil ein gewisser Frust über fehlende Digitalisierung vorhanden war. Ich glaube, wenn wir uns mit Gleichgesinnten vernetzen, können wir gemeinsam eine Menge beim Thema Digitalisierung erreichen.

Und wie lautet deine Vision von einer perfekt vernetzten digitalen Region Lübeck?

In einem Bild: Wie eine Art Schweizer Taschenmesser in Form einer App.

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