Urbane Räume intelligent gestalten, um Bürgerinnen und Bürgern einen besseren Lebensstandard zu bieten das ist die Idee der Smart City.

Um die intelligent vernetzte Stadt von Morgen zu ermöglichen, sind verschiedenste Akteure gefragt. Angefangen bei der Verwaltung über die Mobilitäts-, Ver- und Entsorgungsunternehmen bis hin zu Lösungsanbietern müssen viele kluge Köpfe zusammenkommen. Der EnergieCluster Digitales Lübeck e.V. trägt seinen Teil dazu bei, indem er innovative Smart City Startups mit Fachexpert:innen aus dem öffentlichen Sektor zusammenbringt. So geschehen bei den zweiten SMART CITY DATES Lübeck, die am 23.05.2022 online stattfanden und durch Felix Schulz von Thun, Geschäftsstellenleiter des EnergieCluster Digitales Lübeck e.V., offiziell eröffnet wurden.

Um gemeinsam ein Projekt auf den Weg zu bringen, muss man sich zuerst einmal gegenseitig kennenlernen. Und genau das machen wir heute. (Felix Schulz von Thun)

Den Anfang machte Dr. Stefan Ivens, Chief Digital Officer der Hansestadt Lübeck, der das Rahmenkonzept Digitale Strategie der Hansestadt Lübeck im Gepäck hatte und den Zuhörenden vorstellte. Das Rahmenkonzept umfasst elf Schwerpunktthemen, darunter die Digitale Infrastruktur, Open Data, Umwelt und Energie oder Smarte Wirtschaft, von denen jeder Punkt seine eigenen SMART CITY DATES verdient hätte und deren Umsetzung im vollen Gange, aber längstens nicht abgeschlossen ist. Und das hat einen Grund:

Die Digitale Strategie ist für uns kein statischer Masterplan, der in der Schublade auf seine Umsetzung wartet. Die Digitale Strategie gibt den Rahmen vor und die Umsetzung erfolgt live in einem partizipativen und dynamischen Prozess. Ich bin gespannt, welche Impulse wir heute mitnehmen. (Dr. Stefan Ivens) 

Das markierte den Startschuss und der EnergieCluster Digitales Lübeck e.V. gab sechs Smart City Startups die Möglichkeit, sich in je 12 Minuten vorzustellen und ihre Lösungen zu pitchen. Diese Möglichkeit ergriffen folgende Startups:

screenable – Öffentliche Bildschirme als interaktive Spielfläche

Philipp Spieck

Marketing auf öffentlichen Bildschirmen wird zu einem interaktiven Erlebnis. Passant:innen können mit ihrem Smartphone die smarten Bildschirme steuern (Handy-to-Screen Interaktion). Zusätzlich kann jede Interaktion mit einem Gutschein o.ä. belohnt werden.  Das innovative Softwareprodukt beinhaltet neben dem Smartphone-Controller für Passant:innen ebenfalls einen Online-Baukasten. So sind smarte Anwendungen in der Stadt effektiv und effizient erstellt. 

Weitere Informationen: www.screenable.io

Coher Sense – Mit optischen Sensoren alle Parameter im Blick

Oliver Lischtschenko

Ein neuer optischer Sensor auf dem Markt. Bisher haben hohe Kosten den Einsatz optischer Sensorik stark limitiert. Nun können sie aktiv in den breiten Einsatz kommen. Typische Anwendungen sind im Bereich der Gebäudestrukturüberwachung, der Erneuerbaren Energien (besonders der Windenergie) genauso vorhanden wie im Bereich der Lasertechnik. Der gleiche Sensor vereinfacht die Qualitätssicherung, Entwicklung und die Überwachung von modernen Lasersystemen.

Weitere Informationen: www.linkedin.com/company/coher-sense

SOLMOVE – Smarte Solar-Straßen

Donald Müller-Judex

Die Solmove Technologie beruht auf bewährter Photovoltaik die mit einer innovativen, stabilen Glasoberfläche kombiniert wird. So lässt sie sich auf horizontalen Flächen montieren. Das macht die Module robust und langlebig. Im „Stecksystem“ lassen sich die Module schnell und einfach verlegen und anschließen. Licht wird durch die Glasoberfläche optimal auf die darunter liegenden Solarzellen gelenkt. Regenwasser fließt über das Profil gut ab und begünstigt so die Selbstreinigung. Die Module sind rutschfest und befahrbar, können leuchten und auch Schnee abtauen. So entsteht sauberer Strom auf vorhanden versiegelten Flächen.

Weitere Informationen: www.solmove.com

EnergieDock – Flexibilität netzdienlich nutzen

Jakob Heidingsfelder

Der Verbrauch kann auf erneuerbare Energien abgestimmt werden, um das Stromnetz versorgungssicher und kostengünstig zu halten. Kommt ein E-Auto-Besitzer beispielsweise nach Hause und will sein Auto laden, so muss er im Schnitt pro Nacht eine Stunde laden – sein E-Auto ist allerdings 12h an die Wallbox angeschlossen, bevor er wieder losfährt. Diese Flexibilität des Ladezeitpunktes wird als Mutual Flexibility Agreement (MFA) an unser Kernprodukt NEMO.spot, einen fairen und transparenten Markt für Flexibilität, gemeldet.

Weitere Informationen: www.energiedock.de

everyone energy – Energiewende für alle

Fabian Reetz

Ein typisches Mietshaus kann durch eine Solar-Anlage durchschnittlich 8 Tonnen CO2 im Jahr einsparen. Ob Mieterstrom, Eigenversorgung oder Netzeinspeisung – es gibt viele Möglichkeiten der Nutzung von Solarstrom. Die smarte Online-Beratung beantwortet alle relevanten Fragen zu Solar-Anlagen auf Mehrparteienhäusern und bietet eine erste Einschätzung zur Wirtschaftlichkeit. Auch Stadtwerke, Mieterstrom-Anbieter, oder Lösungsanbieter können damit Ihre Kund:innen voll automatisiert beraten und gleichzeitig Kosten sparen.

Weitere Informationen: www.everyone-energy.de

Naotilus – No-Code Digitalisierungsplattform für Energieversorger

Marc Hager

Energiesysteme erzeugen unzählige Instandhaltungs-, Stamm-, IoT- und Zählerdaten. Diese Daten speichert NAO im Datenhub und macht sie für die Energiewirtschaft nutzbar. Mit dem Betriebsmittelmanager werden die Anlagen in Echtzeit überwacht und mit dem Analysetool können Daten kollaborativ ausgewertet werden. Darüber hinaus wird mit dem NAO App Builder jede/n Mitarbeiter/in zum App-Entwickler und kann datengetriebene Webapplikationen entwickeln. Dank der No-Code-Technologie sind der Kreativität keine Grenzen mehr gesetzt. Lange Projektlaufzeiten, Frust und hohe Risiken bei der Digitalisierung gehören der Vergangenheit an.

Weitere Informationen: www.naotilus.de

In einem kleinen Päuschen nach den ersten drei Startups-Pitches konnten die Kaffeetassen wieder befüllt werden und anschließend stellte Stefan Stengel, Programm Manager des GATEWAY49, den Anwesenden das Startup Accelerator Programm vor, bevor es mit dem zweiten Teil der Startup-Pitches weiterging. In dem neun-monatigen Programm werden Gründer:innen bei Ihrer Geschäftsentwicklung unterstützt. Ein Fokusthema ist „Smart City“. Neu in diesem Jahr ist die Unterteilung in Early und Later Stage Startups im Programm. Diese Unterscheidung bietet den teilnehmenden Firmen eine passgenauere Unterstützung, je nach aktueller Phase, in der sie sich gerade befinden.

Es ist großartig, dass sich heute gleich 3 Startups aus dem GATEWAY49 Accelerator vorstellen können. So viele kluge Ideen mit dem Fokus auf Smart City in und um Lübeck zu versammeln, ist ein echter Gewinn und ein tolles Ergebnis unserer gemeinsamen Bemühungen. (Stefan Stengel)

Weitere Informationen: www.gateway49.com

Die anschließende Pause nutzte Patrick Liebmann (Clustermanager EnergieCluster Digitales Lübeck e.V.) zur Vorbereitung der Smarten Dates. In viermal 15 Minuten wurden die Vertreter:innen der Startups mit verschiedenen Expert:innen individuell gematcht. Die Zeit wurde intensiv zur Beantwortung von Fragen, Vernetzung sowie Feedback genutzt. Unter den Fachexpert:innen befanden sich:

Niclas Apitz (Projektmanager / TECHNIKZENTRUM Lübeck) | Nele Hellwig (Stadtplanung und Bauordnung / Hansestadt Lübeck) | Stefan Ivens (Chief Digital Officer (CDO) – Stadtentwicklung / Hansestadt Lübeck) | Olivia Kempke (Geschäftsführerin / Lübeck Management e.V.) | Kevin Kleinert (Projektmanager IoT / TraveKom) | Janina Kononov (Projektmanagerin Smarter Tourismus / TraveKom) | Martin Lempfert (Leiter IoT & Digital Services / TraveKom) | Sascha Minor (Erzeugung / Stadtwerke Lübeck) | Felix Schulz von Thun (Innovations- & Kooperationsmanagement / Stadtwerke Lübeck) | Tobias Stahl (IT-Fach-Administration Schul-IT / Hansestadt Lübeck) | Stefan Stengel (Programm Manager / GATEWAY49) | Patzelt Tara (Geschäftsfeldstrategie / TraveKom) | Mario Wörner (Leiter Erzeugung / Stadtwerke Lübeck)

Im Hauptraum regte unser Moderator Floria Kondert, Community-Manager des Nordzentren e.V., die weiteren Gäste zum Austausch über die Bedeutung von und die technischen Hürden der Smart City an, vernetzte die Teilnehmenden untereinander oder holte wertvolles Feedback zur Veranstaltung ein. Darüber hinaus hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit sich tiefgreifender über das Accelerator Programm des Mitveranstalters GATEWAY49 zu informieren.

Und dann waren die zweiten SMART CITY DATES Lübeck auch schon wieder vorbei. Wer noch mehr über spannende Smart City Ideen lesen möchte, den interessiert sicherlich unser Bericht zu den SMART CITY DATES #1.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden für ihre Beiträge und das positive Feedback, dass Lust auf eine dritte Runde macht.

Super Netzwerk. Tolle Start Up-Ideen und deren Macher kennengelernt.

(zufriedene:r Teilnehmer:in)

Gute Moderation. Wir hoffen auf gute Follow-ups mit den Teilnehmern! 
(hoch motivierte:r Teilnehmer:in)

Super strukturiert, kurzweilig, informativ.

(gut informierte:r Teilnehmer:in)

Wir bedanken uns außerdem bei den Unterstützern und den Partnerorganisationen, die alle ihren Teil dazu beigetragen haben, das Event erfolgreich zu machen.

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